Montag, 21. Februar 2011
Am 19. Februar fand Eine der größten Blockadeaktionen des Jahres statt. Wieder einmal wollten viele Neo- und Altnazis durch Dresden marschieren, um so einen "Opfermythos" Dresdens anzuprangern.
Durch mehr als 20.000 Menschen wurden die rund 1000 Nazis (im Vorjahr waren es knapp 4000!) aufgehalten.
http://www.neues-deutschland.de/serveImage.php?id=38064&type=o&ext=.jpg
Schönes Zeichen - doch schauen wir uns mal an, wie das ganze geschah.
Die Polizei sicherte gegen frühen Morgen bereits alle Autobahnen, so dass die etwa 300 Busse aus ganz Deutschland und Europa mit Aktivist_innen und Blockierer_innen nicht nach Dresden reinkamen, weshalb diese Menschen mit Rucksäcken etc. bereits ab der Autobahn in die Stadt laufen mussten. Dort folgten bei einer Temperatur von unter 0°C transalierungen durch Wasserwerfer und Pfefferspray. Die neue Waffe der Knüppler_innen: Pepperball! Frisch aus den USA importierte Waffen, welche an Paintball erinnern. Mit augenreizenden Substanzen gefühlte Kugeln, welche sehr weit geschossen werden können und an den Menschen platzen und diese für lange Zeit in Tränen verfallen lassen.
Auch als rund 300 Nazis ein von Linken genutzes Haus einwarfen und davor randalierten reagierte die Polizei nicht. Die Polizei stand an dem Tag eher auf rechter Seite.
Als dann gegen Abend das SEK, im Auftrag des LKAs die Büros des Bündnisses "Dresden Nazifrei", der Linken und vielen weiteren stürmten, Mitarbeiter_innen fesselten, Computer und Handys beschlagnahmten und viel beschädigten handelte es sich angeblich um ein Missverständnis! Ein Missverständnis, laut Staatsanwaltschaft... Angeblich war nur ein Büro in diesem Gebäude gemeint und nicht alle - Entschuldigungen kamen jedoch nicht! Vorsitze der Linken, Katja Kipping, welche selbst vor Ort war, verurteilte den Polizeieinsatz als neue Aktion der Repressionsarbeit gegen Linke und Alternative!

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